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| Der Lindenhof | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Der Lindenhof in Eilum wurde
1979 von einer Gruppe junger Menschen als Resthof gekauft, um sozial-
und umweltpolitische Ideen in die Wirklichkeit umzusetzen. Aus dem
anfänglich geplanten Selbstversorgerprojekt entwickelte sich bald
ein landwirtschaftlicher Betrieb, der weit über den eigenen Bedarf
hinaus produzierte. Von Anfang an stand eine naturnahe, ökologische Produktionsweise im Vordergrund. Es werden keine Spritzmittel eingesetzt, die Bodenfruchtbarkeit wird mit Stallmist, Gründüngung und einer weiten Fruchtfolge erhalten. 1983 erfolgte der Eintritt in den Bioland-Verband und die Anerkennung als Betrieb des kontrolliert biologischen Landbaus. Neben die Produkte aus Landwirtschaft und Gemüsebau traten schon bald Erzeugnisse aus der hofeigenen Backstube und der Käserei. Die Milchwirtschaft wurde im Frühjahr 1999 allerdings wieder eingestellt. Im Winter 2010/2011 wurde die Rinderhaltung komplett aufgegeben. Hintergrund: seit einigen Jahren verlangen die BIOLAND-Richtlinien, nach denen wir ja arbeiten, einen ganzjährigen Auslauf für Rinder unter freiem Himmel bzw. Sommerweide für alle Rinder. Die Mutterkuhherde konnte den Sommer ja immer auf der Weide im Torfbruch verbringen - aber für die Bullen ist dort keine Möglichkeit, so dass sie auch den Sommer im Stall verbringen mussten. Am Hof ist es zu eng für einen Bullenauslauf - und die angrenzenden Flächen in Eilum stehen uns leider nicht zur Verfügung. Wir haben einige Jahre mit Ausnahgmegenehmigungen gearbeitet in der Hoffnung, dass sich eine Lösung in Eilum findet. Dies haben wir nun aufgegeben. Die Kühe, Kälber und unser Deckbulle haben mittlerweile eine neue Heimat gefunden. Nur die Rinder, die sowieso das Schlachtalter erreicht hatten, wurden geschlachtet. Die anderen Tiere wurden zum Teil an Höfe in der Umgebung verkaufen, auf denen sie Auslauf und gutes Futter haben. Sechs ältere Kühe mit ihren Kälbern dagegen wurden von einer engagierten Mitbürgerin "freigekauft" - sie werden ihr weiteres Leben nicht mit dem Ziel, einmal geschlachtet zu werden, verbringen, sondern führen nun ein Leben jenseits der Nutztierhaltung. Frau Otto, die dies bewirkt hat, sucht noch Paten! Kontakt: bianca.o@tier-time.de Unter www.Tier-Time.de finden sich weitere Infos und Fotos der Herde in ihrer neuen Unterkunft. So leben dieses Frühjahr am Hof nur unsere Katzen und Hühner. In unserer Gärtnerei zogen wir im Sommer 2011 zum ersten Mal Masthähnchen auf. Und seit diesem Herbst halten wir dort Legehennen. Den "LindenhöflerInnen" ist der enge Kontakt zu den VerbraucherInnen durch eine möglichst direkte Vermarktung wichtig. Der Verkauf erfolgt im Hofladen und auf Marktständen in Braunschweig, Wolfenbüttel und Sickte. Die VerbraucherInnen können sich bei Hofführungen und Tagen der offenen Tür umfangreich über die Produktionsweise und die Verarbeitung informieren. Das nächste Hoffest wird am Sonntag, 4.September 2011 stattfinden! Neben der Produktion und Weiterverarbeitung kümmerten sich die "LindenhöflerInnen" von Anfang an auch um den Naturschutz: Hecken wurden angelegt und gepflegt, Brut- und Nistplätze für Vögel und Insekten geschaffen, Maßnahmen zum Erhalt seltener Pflanzen vorgenommen. Um diese Aktivitäten auf eine breitere Basis zu stellen und um möglichst viele Menschen daran zu beteiligen, wurde 1992 der Verein Allmende gegründet. Die Hofgemeinschaft Lindenhof übertrug dem Verein die Hofstelle sowie 1,5 Hektar Land. Sie ist seitdem Pächterin des Lindenhofs und des vereinseigenen Landes. Über die "Aktion Landkauf" besteht die Möglichkeit, gegen in Naturalien berechnete Zinsen Ackerfläche für den Ökolandbau in unsrer Region mitzufinanzieren. Durch unser Engagement für eine sichere Schließung des Atommüll-Lagers Asse, das leider in nur 5 km Entfernung von Eilum liegt, und unseren Einsatz gegen Gentechnik in der Landwirtschaft kümmern wir uns darum, dass in unserer Region auch längerfristig ökologische Landwirtschaft betrieben werden kann.
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Stand: 8.11.2011 |
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